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29112018

Der Weinjahrgang 2018

Interview mit dem neuen Kellermeister bei Esterhazy, Martin Cooper.

Wie kann man den Jahrgang 2018 charakterisieren?

2018 war ein Jahrgang der Extreme, mit viel Sonne, überdurchschnittlichen Temperaturen und kaum Niederschläge im Sommer, was zu einer extrem frühen Lese geführt hat.

Was war die größte Herausforderung?

Die Wahl des exakten Lesezeitpunktes. Wir haben als einer der ersten am 9. August mit der Lese begonnen und als letzter am 27. September die Ernte beendet. Speziell Chardonnay zeigte die Tendenz, sehr üppig auszufallen. Nur mit permanenter Kontrolle konnten da die Alkoholwerte unter 13,5% gehalten werden. Eleganz war das Schlagwort, das die wichtigste Vorgabe bei allen Entscheidungen war.

Was ist besonders gut gelungen?

Die späten Rotweinrebsorten Blaufränkisch und Merlot. Der September war ja ungewöhnlich kühl mit großen Tag/Nacht-Unterschieden. Dazu gab es mehr als 50 mm Niederschlag, was diesen Sorten einen letzten Reifeschub gab und ein perfektes Verhältnis von Zucker- und Gerbstoffreife ermöglichte. Merlot zeigt eine Dichte und Struktur, die an die besten Weine aus Pomerol erinnert. Blaufränkisch hat eine ganz pure, klare Frucht und trotz perfekt reifen Gerbstoffen dank der späten Lese stiegen die Alkoholwerte auch hier nicht über 13,5% Alkohol.

Warum immer der Bezug auf den Alkohol?

Für mich gehören Weine mit 14% oder mehr Alkohol der Vergangenheit an. Mein Ziel ist es voll ausgereifte Weine, dicht und intensiv mit möglichst wenig Alkohol zu erzeugen. Das unterstützt den Trinkfluß und sorgt für mehr Eleganz und Frische.

Interview: Gerald Rouschal mit Martin Cooper

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