Ried Föllikberg - Grosshöflein

Der Föllikberg ist ein Schwemmkegel, der durch die Erosion des Leithabergs entstand. Somit weißt er auch einen anderen geologischen Aufbau auf. Die Esterhazysche Ried Föllikberg liegt auf 200 bis 210 Meter über dem Meeresspiegel, ist nach Südost ausgerichtet mit einer geringen Hangneigung von 2 bis 3%.

Die Ausrichtung nach Südosten bedeutet viel Morgen- und wenig Abendsonne. Die Photosynthese beginn somit schon früh am Morgen, außerdem trocknen die Reben schnell vom Morgentau ab. Am Nachmittag lässt dann die Intensität der Sonneneinstrahlung deutlich nach. Hitzestress im Hochsommer kann so vermieden werden.

Der Oberboden besteht aus ein humusreichen, stark tonhaltigen Lehmboden, der den Weinen Kraft verleiht. Der Unterboden setzt sich aus verwittertem Kalkstein und Löss zusammen. Dieser “grusige“ Unterboden sorgt für weiche, elegante Weine.

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Ried Hundertpfunder - Rust

Die Lage Hundertpfunder ist ein Filetstück in der größeren Riede Hochbaumgarten. Der seit 300 Jahren verwendete Name bezieht sich vermutlich auf ein historisches Flächenmaß. Die Seehöhe beträgt 130 bis 155 Meter über dem Meeresspiegel, die durchschnittliche Hangneigung liegt bei 8 Prozent. Der Weingarten zeigt eine Dreiteilung auf, der obere und der unterste Teil sind sehr flach. Der Mittelteil ist sehr steil und liefert die besten Qualitäten. Nur aus diesem Teil werden die Lagenweine produziert.

Die Ausrichtung beträgt Ost/Nordost. Somit erreichen bereits in den frühen Morgenstunden die ersten Sonnenstrahlen die Trauben und werden durch die Lichtreflexion des Neusiedlersees noch verstärkt. Es trifft hier der alte Ruster Spruch zu, wonach die besten Weingärten die sind, deren Reben freien Blick auf den See haben. Am Nachmittag wird die Sonneneinstrahlung deutlich weniger. So werden die empfindlichen Pinot Noir-Reben besser vor zu großer Hitze geschützt.

Der Boden besteht aus Braunerde auf einer Schiefer- und Gneisschicht. Einzelne Kalkadern durchziehen die Lage. Der Boden ist somit sehr heterogen von nahezu kalkfrei bis stark kalkhaltig. Die unterschiedlichen Zusammensetzungen führen zu einer höheren Aromenkomplexität in den Trauben.

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Ried Lamer - Sankt Margarethen

Die Ried Lamer liegt an einer der höchsten Stellen des Ruster Hügellandes auf gut 200 Meter über dem Meeresspiegel. Als Hochplateau hat es nur 1% Hangneigung, auch die Ausrichtung nach Südost ist hier von untergeordneter Bedeutung. Aufgrund der exponierten Lage bläst der Wind deutlich stärker als in tieferen Lagen.

Das hat zur Folge, dass die Trauben gut durchlüftet werden und die Gefahr von Fäulnis sehr gering ist. Für eine abendliche Abkühlung der Temperaturen sorgt zusätzlich der angrenzende Margarethener Gemeindewald. Das kühlere Klima ist daher ideal für finessenreiche Weißweine, die gleichzeitig von der ganztägigen Sonneneinstrahlung profitieren.

Der Boden besteht aus Glimmerschieferverwitterungsboden und ist großteils kalkfrei. Der Oberboden besteht aus einer dünnen Lehmauflage, die der Riede auch ihren Namen gibt. Diese spezielle Bodenzusammensetzung verleiht dem Wein viel Frische und eine dezente, rauchige Mineralität.

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Ried Pirichen - Oslip

Der Name Pirichen stammt von der Ortschaft Pirichendorf, einem seit 250 Jahren verödeten Dorf zwischen St. Georgen und Schützen am Gebirge. Heute wird dieser Bereich als Osliper Wald bezeichnete und gehört weinbaurechtlich zu Oslip.

5 ha Wald wurden 2016 gerodet, die im Gegenzug in einem anderen Bereich wieder aufgeforstet wurden. Der Waldboden wurde bis 2021 – dem Pflanzjahr – zu einem kargen Kulturboden entwickelt. Dazu wurden laufend unterschiedliche Begrünungen angebaut, eingeackert und durch Ausbringung von Kompost der Humusgehalt angehoben. Dieser Oberboden ist lediglich 50 cm mächtig, der Unterboden besteht zu 100% aus maritimen Kalkstein.

Die Riede besteht aus 3 Parzellen. Die Größte ist nach Süden ausgerichtet und im oberen Bereich mit Chardonnay, im steilsten Stück darunter mit Blaufränkisch bestockt. Unterhalb dieser Lage befindet sich eine kleine nach Süd-Süd-West kippende Lage, die mit Furmint bestockt wurde. Die dritte Lage ist nach Süd-Osten ausgerichtet und blickt damit direkt auf den Neusiedlersee am Horizont. Aufgrund der geringeren Sonneneinstrahlung wurde diese deutlich kühlere Lage mit Pinot Noir bestockt.

Der Weingarten liegt auf 319 bis 355 Metern Seehöhe und ist damit der höchstgelegene Weingarten am Leithagebirge. Das bringt im Vergleich zu den darunter gelegenen Weingärten in St. Georgen eine um 1,5° Celsius niedrigere Jahresdurchschnittstemperatur. Die Hangneigung beträgt 18-25 Prozent, was für eine intensive Sonneneinstrahlung sorgt. Diese beiden Faktoren bewirken ideale Reifung mit perfekter Fruchtausprägung und zugleich eine kräftige, frische Säurestruktur.

Mit der ersten Ernte rechnen wir frühestens 2024.

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Ried Schildten - Sankt Georgen

1570 unter dem Namen „Schildt Huet“ erstmals erwähnt, ist diese Paradelage seit 1641 im Besitz von Esterhazy. Den Namen verdankt die Riede Schildten ihrer eigenartigen Gestalt: bergauf verbreitert sie sich langsam und läuft dann am Ende spitz zusammen – in Form eines Schildes. Die Lage liegt auf 175 bis 200 Meter Höhe über dem Meeresspiegel, hat eine Hangneigung von 9 bis 10% und ist nach Süd-Süd-Ost ausgerichtet.

Diese Faktoren sorgen für eine optimale Sonneneinstrahlung während des Tages. In der Nacht hingegen sorgen kühle Fallwinde aus den Wäldern des Leithabergs für Abkühlung. Dieses große Tag-Nacht- Unterschied sorgt für ideale Reifebedingungen während des Tages und eine perfekte Aromaeinlagerung in der Nacht.

Der Boden besteht aus eher karger Braunerde, der mit Kalkstein durchzogen ist. Der Kalkgehalt ist dabei extrem hoch. Das verleiht dem Wein eine sehr straffe Struktur, die mehr von Mineralik als von überbordender Frucht getragen ist.

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Ried Schneiderteil - Sankt Georgen

Die Lage Schneiderteil ist seit 1778 im Besitz von Esterhazy. Die sprachliche Herkunft des Namens kann nicht mehr nachvollzogen werden. Sie ist eine Subriede innerhalb der Riede Kogl. Oberhalb von St. Georgen gelegen erstreckt sie sich von 190 bis 215 Meter über dem Meeresspiegel. Die Hangneigung beträgt 8 bis10% und ist nach Süden ausgerichtet. Der Boden erwärmt sich dadurch tagsüber sehr schnell. Deshalb wurde diese historische Weißweinlage bereits 1997 auf Rotwein umgestellt.

Der Weingarten ist oberhalb von Wald begrenzt. Durch kühle Fallwinde wird die Lage in der Nacht rasch abgekühlt, was zu einem großen Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht führt. Das ist vor allem in den letzten Wochen vor der Lese bedeutend: in den kühlen Nächten werden Aromastoffe eingelagert, während die heißen Tage für optimale Reife sorgen.

Der Boden ist sehr karg mit einem hohen Kalkanteil von 40 bis 60%. Merlot gehört zu den Rebsorten, die einen hohen Kalkanteil benötigen, um perfekte Tauben zu liefern. Der Kalk sorgt für eine straffe Säure im Wein, der den opulenten Körper hervorragend balanciert.

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