Nr. 7 - Blaufränkisch MC

JG 2020 RZ 0,9 g/l S 4,9 g/l ALK 13,5 % Vol.
Kategorie:
Projektwein
Qualitätsstufe:
Landwein
Rebsorte:
Blaufränkisch
Geschmack:
trocken
Farbe:
rot
12,00 € inkl. MWSt.
Boden

Der Föllikberg ist ein Schwemmkegel, der durch die Erosion des Leithabergs entstand. Somit weißt er auch einen anderen geologischen Aufbau auf. Die Esterhazysche Ried Föllikberg liegt auf 200 bis 210 Meter über dem Meeresspiegel, ist nach Südost ausgerichtet mit einer geringen Hangneigung von 2 bis 3 %.

Die Ausrichtung nach Südosten bedeutet viel Morgen- und wenig Abendsonne. Die Photosynthese beginn somit schon früh am Morgen, außerdem trocknen die Reben schnell vom Morgentau ab. Am Nachmittag lässt dann die Intensität der Sonneneinstrahlung deutlich nach. Hitzestress im Hochsommer kann so vermieden werden.

Der Oberboden besteht aus ein humusreichen, stark tonhaltigen Lehmboden, der den Weinen Kraft verleiht. Der Unterboden setzt sich aus verwittertem Kalkstein und Löss zusammen. Dieser “grusige“ Unterboden sorgt für weiche, elegante Weine.

Ausbau

Die Trauben stammen von 40 Jahre alten Reben aus der Riede Föllikberg. Die unverletzten Trauben wurden samt den Stielen in einen Stahltank geschlichtet und anschließend mit Kohlendioxid überlagert. Dadurch setzt eine intrazelluläre Gärung ein, bei der Äpfelsäure mit Hilfe von Enzymen in Alkohol umgewandelt wird, anstatt Zucker mit Hilfe von Hefen. Dieses Verfahren ist international als „Maceration Carbonique“ bezeichnet und wird vor allem im Beaujolais eingesetzt.

Die Weine haben dadurch weniger Säure und eine intensive Frucht und sind bereits jung antrinkbar. Nach 3 Wochen wurden die Trauben abgepresst und danach „klassisch“ mit Hefen fertigvergoren. Nach einer Lagerung von 6 Monaten im Stahltank, wurden der Wein unfiltriert und mit wenig Schwefelzusatz auf die Flasche gefüllt.

Beschreibung

Helles Rubinrot. In der Nase intensiv rotbeerig, Himbeeren, Erdbeerbowle und Rote Rüben. Dazu sehr feingliedrige, rauchige Noten, die einen mehr an Pinot Noir als an Blaufränkisch denken lassen. Am Gaumen ebenfalls eher sortenuntypische mit milder Säure und einem seidigen, ganz weichem Tannin.

Dieser Wein liegt geschmacklich zwischen einem Rotwein und einem Rosé. Dementsprechend sollte er auch leicht gekühlt bei 12 bis 14 Grad Celsius genossen werden. Als Speisebegleiter passt er gut zu Vorspeisen oder Weichkäse. Auch als gute Möglichkeit, Gäste beim Weinraten in die Irre zu führen.